SM der Gebäudetechnik 2002 Lostorf SO

Spannende Wettkämpfe auf hohem Niveau

 

26 junge Berufsleute aus allen drei Landesteilen haben letzte Woche an den 13. Schweizermeisterschaften der Sanitär- und Heizungsmonteure sowie der Spengler in Lostorf teilgenommen. Die spannenden Wettkämpfe standen auf einem hohen Niveau.

Die Meisterschaften wurden von den beiden Verbänden der Haustechnik-Branche (Schweiz. Spenglermeister- und Installateur-Verband SSIV sowie Clima.Suisse) im SSIV-Bildungszentrum Lostorf durchgeführt. Wie im Vorjahr (damals in einem Einkaufzentrum in Emmenbrücke) konnte das Publikum die Wettkämpfe live miterleben. Von dieser Möglichkeit haben insbesondere viele Schulklassen aus der Region regen Gebrauch gemacht; unter den interessierten Zuschauern entdeckte man auch Eltern, Bildungsfachleute, Berufskollegen und Lehrmeister. „Der hoch stehende Anlass war eine willkommene Gelegenheit, dem zahlreichen Publikum zu zeigen, wie attraktiv unsere Berufe sind und wie gut unser Nachwuchs arbeitet“, freute sich SSIV-Zentralpräsident Peter Holinger über den Abstecher nach Lostorf. In einer Ansprache an der Schlussfeier gab

er der Hoffnung Ausdruck, dass sich das moderne Zentrum zur „Haustechnik-Uni“ der ganzen Schweiz entwickle. Urs Wyssling, Chef Ausbildung bei Clima.Suisse, betonte die Wichtigkeit der Wettbewerbe für die Nachwuchsrekrutierung. Er appellierte an die

Kandidaten, die Möglichkeit von Aufenthalten in anderen Landesteilen oder im Ausland vermehrt zu nutzen.

 

Spengler: Eine knifflige Sache
Auf die neun Spengler-Kandidaten wartete eine anspruchsvolle Aufgabe: Es galt auf einem Holzmodell ein Blechdach im Doppellfalzsystem anzubringen. „Eine knifflige Sache, die ein durchschnittlicher Lehrabgänger kaum schaffen würde,  zumal dafür nur 18 Stunden zur Verfügung stehen“, meinte Obman Josef Wey. Am besten war dieser Herausforderung der Berner Mittelländer Thomas Stoller gewachsen, dann folgt mit knappen Abständen das „Berger-Duo“, Freiburger Christian und der Aargauer Marco Am meisten über Stollers Sieg freuten sich übrigens seine ehemaligen Lehrmeister in den Lehrwerkstätten Bern, Edgar Mathys und Peter Zoss. „Thomas’ Goldmedaille ist ein echter Aufsteller. Sie zeigt, dass wir Super-Berufsleute ausbilden. Vielleicht wird es etwas nützen im Kampf für die Erhaltung der Spenglerausbildung, die der Kanton aus Spargründen in unseren Lehrwerkstätten abschaffen möchte.

 

Sanitärmonteure: St. Gallen in Sicht
Die Meisterschaft der Sanitärmonteure entschied überraschenderweise mit Bruno Zanchi ein Tessiner für sich aus. Er hat bei der Erstellung einer Modularkonstruktion (Badezimmer-Installation) am präzisesten von allen neun Teilnehmern gearbeitet. Die Silbermedaille holte sich der St. Galler Hubert Looser, Dritter wurde der Aargauer Daniel Füglistaler. Die Erstplatzierten werden zusammen mit den Spitzenleuten der Schweizermeisterschaften 2001 an internen Ausscheidungskämpfen teilnehmen, in
welchen der Kandidat für die nächsten Berufsweltmeisterschaften in St, Gallen bestimmt wird. Dieser wird die Bronzemedaille zu verteidigen haben, die der Waadtländer Laurent Renevier letztes Jahr an den WM in Südkorea geholt hat. Obmann und internationaler Experte Giorgio Parolini ist optimistisch: „Alle Kandidaten haben das Können, das ein Medaillengewinner an Weltmeisterschaften braucht.“ 
   
Heizungsmonteure: Masse entschieden
Ahnlich wie beim Wettkampf der  „Sanitärlern“ entschied auch im Wettkampf der Heizungsmonteure die Massgenauigkeit der Werkstücke (ein komplizierter Heizungsteil). Obmann Josef Keel nahm kein Blatt vor den Mund: „Ich befürchte, dass dieser wichtige Aspekt in der Ausbildung vernachlässigt wird. Wir müssen dringend zusammen mit den Lehrmeistern und den Schulen für Abhilfe sorgen.“ Der Berner Seeländer Michael Grimm nahms am exaktesten und setzte sich klar gegen den Thurgauer Stefan Lang und den Zürcher Benjamin Müller durch.

 

(Text: SwissSkils 2002)

 

Meisterschaftszeitschrift Competition 2002 der Haustechnik-Branche
Competition SM 2002 Sonderausgabe Hauste
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Markus Niederer  

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